Sonntag, Mai 17, 2026
Der Wienerwald rund um Breitenfurt ist ein beliebtes Naherholungsgebiet und zieht zu jeder Jahreszeit zahlreiche Besucher an. Wanderer, Radfahrer und Hundehalter schätzen die Natur vor den Toren der Stadt. Doch besonders im Frühjahr, während der sogenannten Setzzeit des Rehwilds von April bis Juni, führt der zunehmende Ausflugsverkehr teilweise zu Differenzen mit dem Wildtierschutz. Die Setzzeit: Eine sensible Phase für Wildtiere Für viele Wildtiere, insbesondere für Rehe, ist die Setzzeit eine hochsensible Phase. In diesen Monaten bringen die Geißen ihre Kitze zur Welt. Die neugeborenen Jungtiere sind schutzlos und unerfahren; sie drücken sich bei Gefahr instinktiv zu Boden, anstatt zu fliehen. Auch die Muttertiere sind in dieser Zeit besonders anfällig für Störungen. Sie bleiben oft in der Nähe ihrer Nachkommen, selbst wenn sie beunruhigt werden, anstatt sich sofort in Sicherheit zu bringen. Ungeachtet der Problematik des „Mähtodes“ vieler Kitze beim Wiesenmähen, welche seitens der Breitenfurter Jägerschaft durch den Einsatz von Wärmebilddrohnen durchaus erfolgreich bekämpft wird, ist natürlich jegliche Beunruhigung in dieser heiklen Phase besonders schwierig für unsere Wildtiere.